Als Menschen aus Musik, Bildender Kunst, Literatur und Darstellender Kunst haben wir uns aus gegebenem Anlass zusammengeschlossen, um uns mit den Klima-Streiks zu solidarisieren.

Artists for Future – Stellungnahme von Künstler*innen zu den Protesten für mehr Klima- und Umweltschutz

#ArtistsForFuture – Artists for Future

Die Proteste der Fridays-for-Future-Bewegung verfolgen wir mit Respekt und Dankbarkeit. Sie haben Kraft. Die Forderungen der Schüler*innen sind einfach, ohne die Komplexität des Problems zu verleugnen. Wir wollen sie in ihrer Haltung bestärken und unsere Unterstützung einbringen.

Auch wir sind aufgefordert, den von den Schüler*innen aufgebauten Druck zu erhöhen und gemeinsam die Entscheidungsträger*innen zum Handeln zu bewegen. Unsere Möglichkeiten das zu tun, liegen im künstlerischen Ausdruck und in der Herstellung von Öffentlichkeit.

Das Kernanliegen der Proteste – die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens einzuhalten – sollte für unsere Regierungen eine Selbstverständlichkeit sein. Gerade im Sinne der politischen Glaubwürdigkeit. Sie selbst haben das Abkommen verhandelt, es unterzeichnet und ratifiziert. Ganz zu schweigen davon, dass sie dem Wohl aller, auch künftiger Generationen, verpflichtet sind. Umso irritierender empfinden wir Teile der öffentlichen Debatte über die Proteste: Wir erleben ablenkende Diskussionen zum Thema Schulpflicht, die hetzerische Diffamierung von Beteiligten in den sozialen Netzwerken und leicht durchschaubare Versuche einiger Politiker*innen, die Proteste ohne erkennbaren Handlungswillen in Lob zu ersticken.

Im Gegensatz dazu haben sich tausende Wissenschaftler*innen an die Seite der jungen Menschen gestellt: „Sie haben recht!“ Die Wissenschaft darf hiermit nicht allein bleiben.
Kunst reflektiert und schafft gesellschaftliche Realitäten. Oder stellt sie in Frage. Deshalb tragen wir eine Mitverantwortung für das, was gesellschaftlich als normal wahrgenommen wird. Das betrifft insbesondere die Frage, wie wir miteinander und mit unseren natürlichen Lebensgrundlagen umgehen – sowohl in unserem direkten Umfeld als auch global.

Dieser Auftrag, der sich aus der Verantwortung ergibt, besteht für uns als Künstler*innen nicht erst seit Beginn der Proteste. Aber mit der Entschlossenheit der Fridays-for-Future-Bewegung haben auch wir einen neuen Kraftschub bekommen. Wir sind ermutigt, den Auftrag ebenso entschlossen anzunehmen.

Hier geht es zur Stellungnahme als PDF-Datei mit den Namen der Erst­unter­zeichnenden.

Mehr als 2000 Kunst- und Kulturschaffende haben die gemeinsame Stellungnahme bereits unterzeichnet.

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